New Week: FREUDE IM ALLTAG

Liebe Mama,

Ich möchte Dir diese Woche gerne einen Gedanken mit in die Woche geben:

Wo bist Du im Alltag in Deiner Freude? Was machst Du, was Dir WIRKLICH Freude bereitet? Und was machst Du alles, was Dir KEINE Freude bereitet?

In einem Coaching Gespräch von letzter Woche mit einer lieben, tollen Mama kamen wir genau auf dieses Thema zu sprechen. Ihre Kinder sind jetzt 4&2 Jahre alt, sie sind keine Babies mehr. Und ich erinnerte mich, dass es mir zu dieser Zeit ähnlich erging. Mit einem Baby ist es völlig normal, dass wir uns selbst erstmals stark hinten anstellen. Wir kümmern uns Tag und Nacht liebevoll um unser Baby, dieses wundervolle Geschöpf. Wir selbst kommen in der Mutterrolle langsam an und durchlaufen damit einen eigenen Entwicklungsprozess. Vieles verändert sich und neue Gewohnheiten dürfen gefunden werden.

Sind die Kinder dann Kleinkinder und kommen sie in die Autonomiephase, dann dürfen wir selber nach und nach auch wieder mehr „Platz“ im Alltag bekommen. Es ist wichtig, dass die Kinder spüren, hier sind auch andere Bedürfnisse da. Ich bin ich und Du bist Du und wir Beide sind OK. Und wir finden nicht immer das selbe toll und uns macht auch nicht immer das gleiche Spass. Denn egal ob wir das artikulieren oder nicht, das Kind spürt es sowieso. Es löst sich aus der Symbiose mit uns heraus und realisiert, dass wir zwar zusammen sind aber doch jeder in sich ein eigenständiges Wesen.

Wenn Du nun den ganzen Tag all die Dinge tust, die Dein Kind zum einen braucht und dann noch die Dinge dazu, die Deinem Kind Spass machen und Freude bereiten, dann bist Du den ganzen Tag beschäftigt. Vielleicht fühlst Du Dich jedoch am Abend leer und ausgelaugt oder gar ausgesaugt? Kein Wunder! Denn Du selbst hattest darin eigentlich keinen Platz. Für DICH gab es an diesem Tag eigentlich nichts. Die Mittagsruhe des Kindes hast Du sogar noch genutzt, um eben noch dies und das zu erledigen, was so liegen geblieben ist. Um all den Wünschen und Bedürfnissen Deiner Kinder nach zu kommen.

Vielleicht spürst Du jetzt aber, dass das so nicht richtig ist. Vielleicht ist dieses Gespür sogar begleitet von Ärger oder Wut, wenn Dein Kind in einer Situation noch mehr einfordert. Oder das mindeste was Du möchtest nicht geben mag. Dann kommt Deine Wut hoch. Die Dir sagt: „Hey, hier läuft etwas nicht richtig“. Und ich sage Dir: Hör auf Deine Wut! Diese Stimme hat ja soooo recht. Vielleicht kommt auch keine Wut hoch. Auch gut.

So oder so ist es jetzt an der Zeit, dass Du Dir auch wieder nach und nach mehr Platz einräumst. Dass Du Deinen Bedürfnissen und Freuden Beachtung schenkst.

Du kannst:

  • Dir einen Ruhestuhl, ein Ruhekissen, ein Ruheplatz einrichten. Du besprichst mit Deinen Kindern, dass Du an diesem Platz in Ruhe gelassen werden möchtest. Ihre Fragen, Ihre Sorgen, Ihre Bedürfnisse dürfen warten, bis Mama wieder von diesem Platz aufsteht. Klar, am Anfang wird das noch nicht klappen. Hier ist Üben angesagt. Du beginnst mit 5-10Min. pro Tag, die Du dort verbringst. Diese Zeit ist auch für kleine Kinder machbar. Sie dürfen auch im selben Zimmer sein und ruhig neben Dir malen oder etwas für sich spielen. Einfach die Mama nicht stören. Du kannst dort auf dem Stuhl in Ruhe eine Tasse Tee, Kaffee oder sonst etwas trinken und aus dem Fenster schauen. Du kannst etwas Musik hören. Etwas lesen. Meditieren. Egal was, das ist Deine Zeit. Und dann langsam, kannst Du die Zeit ausbauen und verlängern. ACHTUNG: Vergiss nicht, Dich danach bei Deinen Kindern zu bedanken, dass sie Dich in Ruhe gelassen haben. Dass sie Deine Zeit respektiert haben. Dass Du dies schätzt! Deine Kinder dürfen für Ihre Leistung, Dich in Ruhe zu lassen auch Anerkennung und Wertschätzung erfahren.
  • Dich beobachten, wie viele Aktivitäten Du am Tag Deinen Kindern zuliebe machst. Würdest Du 5x am Tag 1 Stunde Fussball mit Deinem Mann gucken? Auch wenn Dich Fussball anödet und null und nichts interessiert? Wohl kaum. Dann mach es auch mit den Kindern nicht! Wenn Du Rollenspiele total doof findest, dann kannst Du Deinen Kindern auch sagen: Schau, Rollenspiele mache ich nicht gerne. Du kannst diese gerne mit Freunden oder Deinem Geschwister spielen. Mama mag dafür… Klar, kannst Du auch mal Deinem Kind zuliebe Lego spielen. Doch dann mache es bewusst. Du schenkst ihm diese Zeit, auch wenn es Dir keinen Spass macht.
  • Überlege Dir, was Dir WIRKLICH Spass macht. Ja was ist das? Singen? Tanzen? Basteln? Kochen? Werken? Backen? Fahrrad fahren? Joggen? Puzzle machen? Gesellschaftsspiele? Lego bauen?
    Wenn Du weisst, wo Du in der FREUDE bist, dann versuche mehr davon in Deinen Alltag zu integrieren. Und zwar nicht OHNE die Kinder, sondern mit den Kindern. Kannst Du joggen gehen und sie fahren mit dem Velo oder Laufrad mit und vielleicht schiebst Du sie zwischendurch? Kannst Du Deine Einkäufe mit dem Fahrrad erledigen? Hört Ihr zum Putzen laut Musik und singt mit? Und, und, und…

Probiere es aus.

Bestimmt verbringen Deine Kinder lieber dann Zeit mit Dir und sie sind zufriedener, wenn Du Mama, in Deiner FREUDE bist. Sie möchten nämlich keine Scheinwelten. Sie möchten Dich kennenlernen. An Deinem echten Leben teilhaben. Mit dabei sein. Also gib ihnen doch genau diese Möglichkeit mit dem Menschen Zeit zu verbringen, mit dem Du selbst auch am liebsten Zeit verbringst. Und es gibt so viele kleine Möglichkeiten, wie wir mehr FREUDE und LUST am Leben in unseren Alltag einbauen können.

Du weisst nicht mehr was Dir wirklich Freude und Spass macht?

Das ist ganz normal, das geht vielen so. Du bist nun eben Mama. Eine neue Schicht, eine neue Qualität ist in Dein Leben gekommen und Du bist nicht mehr die selbe wie früher. Und das ist wundervoll. Trotzdem kannst Du Dich fragen:

  • Was hat mir früher Spass gemacht? Was habe ich vor den Kindern gemacht?
  • Was hat mir als kleines Kind viel Spass gemacht? Und was daran war es? Die Bewegung? Die Ruhe? Das konzentriert sein? Die Kreativität? Und dann kannst Du Dir überlegen, in was Du heute diese Qualität finden kannst.
  • Welche Filme und Musikstücke waren oder sind Deine absoluten Highlights? Worum geht es da? Um welche Qualität? Kannst Du diese Qualität mehr in Dein Leben integrieren und wenn ja wie?
  • Komm in ein Coaching und lass uns gemeinsam auf die Suche gehen, was Dir wirklich Freude bereitet. Mehr zu meinem Coaching findest Du hier.

Und zuerst steht die Beobachtung. Das nennt man auch Achtsamkeit. Achtsam zu sein, was Du an Deinem Tag mit welcher Intention machst. Und dann kannst Du Dir überlegen, wo Du wie etwas verändern magst. Es ist ein Weg meine Liebe, Stück für Stück. Erwarte keine Wunder. Der Weg darf gegangen werden. Und die Glücksmomente entstehen genau auf diesem Weg.

Ich wünsche Dir also eine wundervolle Woche, mit vielen FREUDEN!

Herzliche Grüsse

Céline

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.