New Week: Schlechte Tage – wie spricht es in Dir?

Du kennst sie sicherlich – diese schlechten Tage. Da stehst Du Morgens auf und schon beim aufwecken der Kinder wirkt es anstrengend. Das gemeinsame Frühstück erscheint Dir mühsam. Die Kinder heute aus dem Haus zu bringen ist alles andere als einfach. Natürlich bekommt ein Kind als erstes mal einen Emotionsausbruch nach der Rückkehr der Spielgruppe, des Kindergartens oder der Schule. Du hast das Gefühl, Du wiederholst Dich ständig, bist am nörgeln und eigentlich ist einfach Alles nervig. Kennst Du solche Tage?

Ich schon. Was ich spannend finde, an solchen Tagen finde ich meine Kinder dann echt nervig und ich habe das Gefühl sie sind sehr anstrengend, nörgelig, motzig, sie streiten viel, sie sind Emotionsgeladen, und, und, und. Früher waren das für mich die Kinder. Irgendwann jedoch, vor 3-4 Jahren, hielt ich an so einem Tag mal inne. Und ich fragte mich: Hm, sind es im Moment gerade WIRKLICH meine Kinder, mein Mann, die Situation X oder geht es gerade viel eher um mich?

Ja, und oftmals (nicht immer), geht es dann wirklich um mich. Ich selbst bin es, die genervt ist. Die Emotionsgeladen ist. Die nörgelig und anstrengend ist. Und weil ich all das bin und unsere Kinder super feine Antennen haben, sind sie es tatsächlich dann auch. Doch sie sind in diesem Moment eher ein Spiegel für mich. Sie spiegeln mir meine Gefühlswelt, die ich einfach ins Aussen projiziere. Jawohl, darin sind wir Menschen nämlich echt Meister. Dies zu erkennen, das war für mich ein erster und sehr wichtiger Schritt.

Irgendwann in diesem Jahr fragte ich mich, warum ich an solchen Tagen manchmal beginne, nörgelig, wütend oder respektlos mit meinen Kindern zu sprechen. Denn das war das letzte, was ich wollte. Ist es mir doch so wichtig, ihnen gleichwertig und respektvoll zu begegnen. Und doch, tappte ich an solchen Tagen immer wieder in die Falle. Genau dies schaute ich mir im Einzelcoaching an, denn bei solchen Punkten ist ein Blick von Aussen einfach unbezahlbar.

Wir fanden heraus, dass ich an solchen Tagen, bevor ich mit meinen Kindern beginne „unangemessen“ zu sprechen, ich mit mir selber so innerlich spreche. Da kommt eine kritische, autoritäre, unangenehme Stimme in mir hoch. Diese Stimme wertet mich ab, spricht respektlos mit mir, verurteilt mich für die kleinsten Kleinigkeiten, ist ungeduldig, wünscht sich Perfektion, und, und, und.

Da haben wir den Salat. Genau das ist es. Diese Stimme, die an solchen Tagen mit mir spricht – genau diese Stimme spricht irgendwann auch aus meinem Mund zu meinen Kindern. Wundert mich das? Nein! Der Schlüssel ist also, an dieser Stimme mit mir selbst zu beginnen. Alles Andere ist nur Symptombekämpfung, wir sind jedoch nicht an der Wurzel des Problems. So arbeite ich seit da an genau dieser Stimme. Ich höre mir an, was sie zu sagen hat und gehe dann mit ihr in den Dialog. Ich lasse nicht zu, dass sie Überhand in mir gewinnt. Da ist immer noch auch die liebevolle Mutter Stimme in mir. Die liebevolle Mutter Stimme, die ich mir selbst erschaffen habe. Und genau diese Stimme, die brauche ich an solchen Tagen. Sie verurteilt mich nämlich nicht. Sie fragt mich, was ich gerade brauche. Sie sieht meine Gefühle und lässt sie sein wie sie sind. Sie nimmt mich in den Arm und sie fragt mich, was ich denn heute gerade für ein Schonprogramm benötige?!

Hast Du auch schon die Stimme der liebevollen Mutter in Dir entdeckt? Egal ob ja oder nein, ich möchte Dir genau dies für die neue, nächste Woche mitgeben. Achte Dich doch mal auf Deine inneren Stimmen. Wie hast Du mit Dir selbst gesprochen, bevor Du in einer Situation Deine Kinder anschimpfst? Liebevoll oder „bashing“? Und kannst Du Dir selbst eine liebevolle Mutter sein oder wartest Du noch darauf, dies von Deiner echten physischen Mama zu bekommen? Falls ja, rate ich Dir damit aufzuhören. Es ist Zeit, dass Du beginnst, Dir all das, was Du Dir von Deiner Mama, Deinem Papa, Deinem Partner oder anderen Mitmenschen wünschst, selbst zu geben. Und wenn Du schon Mama bist, dann fällt Dir das bestimmt viel einfacher. Denn dann hast Du tausend Momente, in denen Du genau diese liebevolle Mama, die Du Dir für Dich selbst wünschst, mit Deinen Kindern bist. Das sind Bilder, an denen Du andoggen kannst. Genau das brauchst Du selber an Tagen wie diesen.

Ich freue mich sehr, wenn Du diesen Text gelesen hast. Ich freue mich noch mehr, wenn Du die Stimme der liebevollen Mama schon in Dir selbst kennst. Und wenn nicht, dann freue ich mich, wenn Du Dich auf den Weg machst. Das ist ein Weg von Selbstliebe, von Bewusstsein, von Achtsamkeit. Und dieser beginnt IMMER bei Dir selbst. Also, ich wünsche Dir eine wundervolle Woche mit neugierigem in Dich hinein horchen!

Herzliche Grüsse

Céline

Ps: Du bist es leid, ewig die selben Themen mit Dir zu tragen? Du wünschst Dir mehr Authentizität und Annahme für Dein Leben und Dich selbst? Du wünschst Dir einen echten, lösungsorientierten Austausch in dem ALLES Platz hat und Du einfach SEIN darfst? Dann bin ich vielleicht die Richtige für Dich? Ich freue mich von Herzen, wenn ich Dich ein Stückchen Deines Weges im Einzelcoaching begleiten darf: http://elternkind.ch/portfolio-item/angebot-coaching-fuer-eltern/. Weil Du es Dir wert bist!

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